| Allgemeines zum Thema Geocaching |
|
|
| Geschrieben von: Audax |
| Montag, den 16. Juni 2008 um 07:45 Uhr |
|
"geo-was?" So lautet eigentlich immer das erste Wort, das man hört, wenn man von seinem Hobby "Geocaching" erzählt. Also, was ist geocaching? So pauschal kann man das eigentlich gar nicht erklären, denn es ist Hobby, Sport, Passion, vielleicht sogar Lebensphilosophie - je nachdem auf welche Art und mit welcher Intensität man es betreibt. Grundlegendes haben aber alle Arten des Geocaching gemeinsam, das möchte ich zuerst grob erklären: Wir stellen uns zunächst mal janz dumm: Oben am Himmel, da sind Sonne, Mond, Sterne, Wolken und ... na?... Satelliten! Genauer gesagt geht es um Satelliten, welche vom amerikanischen Militär in den Orbit geschossen wurden, um es möglich zu machen, mit einem speziellen Empfänger eine genaue Position auf der Erde zu bestimmen. Man nennt das System GPS (Global Positioning System) und die Empänger GPSr (GPS-Receiver). Es gibt Menschen auf diesem Planeten, denen bereitet es Freude für andere Kisten zu verstecken, deren Koordinaten auf einer Plattform im Internet veröffentlicht werden. Andere suchen diese Kisten mit einem GPSr anhand der Koordinaten, finden sie (meistens) und tragen sich in einem kleinem Logbuch, das in der Kiste ist, ein. Die Kiste nennt man Cache (Schatz) und weil man sie mittels der Geo-Koordinaten sucht, nennt man das ganze "geocaching". Voila! Geocaches können unterschiedlicher Art sein: Tradies, Multies, Mysteries, usw.. Damit will ich Euch gar nicht langweilen, wer mehr wissen will, der besuche eine dieser Plattformen, auf denen die Koordinaten veröffentlicht werden. Da ist alles ganz prima erklärt, deshalb muß ich das nicht nochmal machen. Schaut also nach unter www.geocaching.com, www.geocaching.de oder auch www.opencaching.de Was treibt einen Menschen nun dazu, sich auf die Suche nach diesen Kisten zu begeben? Nun, da gibt es die unterschiedlichsten Motivationen. Manche Cacher (so nennen sich die Kistensucher) suchen einen Grund, sich auf einen langen Spaziergang in die Natur zu begeben und sich bei schönem Wetter draußen aufzuhalten. Nicht ist langweiliger als ein Spaziergang ohne Ziel, es sei denn, man schafft es sich vorzugaukeln, daß der Weg das Ziel sei. Mit einem Schatz am Ende des Weges bekommt man selbst lauffaule Kinder an die frische Luft. Für manchen lautet die Motivation, daß man erster am Cache sein möchte, also einen FTF (First to Find) landet. Das Gelände ist noch nicht durchwühlt, der Cache ist noch jungfräulich und es existieren noch keine hints (Tipps) in den Vorgängerlogs. Dadurch, daß bisher keiner den Cache gemeistert hat, liegen eventuell noch Fehler in den Aufgaben vor, was natürlich auch die Schwierigkeit eines Caches erhöht. Diese Umstände zusammengezählt, erhöhen den Kick die Kiste zu finden. Als Berufstätiger hat man aber kaum eine Chance als erster am Cache zu sein, wenn ein Cache werktags veröffentlicht wird, denn irgendeiner sitzt immer zu Hause vorm Computer (schöne Grüße an die, die sich jetzt angesprochen fühlen Speedcaching ist eine weitere Art der Cachesuche. Dabei wird versucht, auf einer ausgeklügelten Route, möglichst viele Caches in kürzester Zeit zu finden. Je nach Route und Vorbereitung sind 50 Caches am Tag keine Seltenheit. Der aktuelle Weltrekord liegt momentan bei 312 gefundenen Caches und 40 DNF innerhalb von 24 Stunden und wurde von Geopirat (und anderen) im Mai 2006 aufgestellt. Mein Rekord liegt bei 11 Stück am Tag (bei einer zugegebenerweise lausig vorbereiteten Route in die Rhön). Es gibt dann noch das Nightcaching. Der Name ist Programm, denn hierbei werden die Caches gesucht, nachdem die Sonne untergegangen ist. Es gibt spezielle Nightcaches, die mit Reflektoren ausgestattet sind und oftmals bei Tag nicht zu finden sind. Aber auch die normalen Caches kann man bei Nacht suchen, was natürlich die Schwierigkeit erhöht und deshalb vielen Leuten mehr Spaß macht. (to be continued) Wie man auch immer seinen Spaß und Antrieb für Cachen definiert, es ist einfach toll, solange es nicht in Stress ausartet. Immer locker bleiben, also nichts verbissen sehen und die Freude an Natur und Dosensuche in den Vordergrund stellen - es gibt tatsächlich noch ein reales Leben, nämlich dort, wo die Muggles sind |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Juni 2008 um 11:56 Uhr |


